Junk / 7 Minuten

Dienstag, 31 MAR 2020
20:00 Uhr
UNESCO-Platz 1, Weimar

Beschreibung

Mit »Junk« entwirft der amerikanische Autor Ayad Akhtar einen Wirtschaftskrimi, der nach der Finanzkrise vor gut zehn Jahren sehr vertraut wirkt: Ein Unternehmen, das mal ein Stahlproduzent war, mittlerweile aber auch Medikamente produziert und Finanzdienstleistungen anbietet, ist ins Visier des berühmt-berüchtigten Investmentbankers Robert Merkin geraten. Um das benötigte Kapital für die Übernahme ranzuschaffen, nutzt Merkin dubiose Finanzinstrumente, sogenannte Leerverkäufe oder Schrottanleihen – englisch: Junk. Der Chef des Konzerns sieht derweil sein Familienerbe bedroht und wehrt sich mit allen Kräften, während die Staatsanwaltschaft Merkin bereits im Nacken sitzt.

»7 Minuten« von Stefano Massini lenkt die Perspektive auf diejenigen, bei denen eine Firmenübernahme Existenzängste auslöst: die Angestellten. Die elf Frauen eines Betriebsrates sollen darüber entscheiden, sieben Minuten ihrer Pause zu opfern. Im Gegenzug verzichten die neuen Eigner auf Kündigungen. Ein scheinbar kleines Opfer, doch auf alle Arbeiter*innen hochgerechnet, erkaufen sich die neuen Chefs, die »Krawatten«, damit 600 kostenlose Stunden Arbeitszeit.

In »Junk« steht die Abhängigkeit von Profit im Zentrum; ein immer maßloser werdender Wertsteigerungsfetisch, der Geld letztlich wertlos werden lässt. »7 Minuten« fragt nach der Möglichkeit, durch Solidarität das Abhängigkeitsverhältnis von Arbeitgebern und Arbeiter*innen zu verschieben. Die Regisseurin Maria Viktoria Linke, zuletzt Schauspieldirektorin am Theater Augsburg, setzt in ihrer ersten Arbeit für das DNT beide Stücke in Beziehung zueinander.

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Veranstalter Informationen
Tel: 03643755334
Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar - Theaterplatz 2, 99423 Weimar


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